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Förderung der sozialen Integration durch Kooperatives Lernen für die inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung (SOZIUS)

Stand: August 2018 (Änderungen möglich)

 

Links

Projektbeschreibung:  uni-wuppertal.sciebo.de/s/EVpbZ1Yh2bjTKOm

 

Videopräsentation: https://uni-wuppertal.sciebo.de/s/WqrcMVHSJJbhsfl

 

Anmeldeformular: uni-wuppertal.sciebo.de/s/1OztxTXe0jXcPjs

 

(Vorgehen: Datei herunterladen, am Computer ausfüllen, per E-Mail an die angegebene Adresse schicken)

 

Die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der inklusiven Beschulung ist ein bis dato ungelöstes Problem. Da bis heute keine evidenzbasierten Konzepte zur Förderung der sozialen Integration im schulischen Kontext vorliegen, ist das Ziel des SOZIUS Projektes die Entwicklung und wissenschaftliche Absicherung einer neuen, integrationsförderlichen Variante des Kooperativen Lernens. Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne nähere Informationen über das SOZIUS Projekt geben. Die Informationen werden stetig erweitert und aktualisiert.

 

 

Von wem wird das Projekt durchgeführt?

Das Projekt wird durch den Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften mit dem Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung durchgeführt. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Sollten Sie Fragen und/oder Anregungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 

 

Prof. Dr. Christian Huber                                

0202 / 439 1230 

0202/ 439 1243 (Sekretariat) 

chuber{at}uni-wuppertal.de 

Simone Schulze                                            

0202 / 439 1239 

0202 / 439 1243 (Sekretariat) 

sschulze{at}uni-wuppertal.de 

Corinna Hank                                               

0202 / 439 1243 (Sekretariat)

 

chank{at}uni-wuppertal.de 

 

Hintergrund des SOZIUS Projektes

Zahlreiche Studien zeigen, dass fast jedes zweite Schulkind mit sonderpädagogischem Förderbedarf im inklusiven Unterricht von den anderen Schulkindern in der Klasse sozial ausgegrenzt wird. Damit ist das Ausgrenzungsrisiko für diese Gruppe von Schülerinnen und Schülern um den Faktor 2-3 erhöht. Insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Auffälligkeiten in den Bereichen Lernen und/oder Verhalten sind von sozialer Ausgrenzung bedroht. Bis zum heutigen Zeitpunkt liegen keine evidenzbasierten Konzepte zur Förderung der sozialen Integration vor.

Es ist davon auszugehen, dass durch die Schaffung optimaler Sozialkontakte (Allport, 1954; Pettigrew & Tropp, 2006) im Zuge des kooperativen Lernens die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern verbessert werden kann. Auf der Grundlage von nationalen und internationalen Studien hat die Universität Wuppertal eine Variante des Kooperativen Lernens zur Förderung der sozialen Integration und zur Verhinderung von Ausgrenzung (IKL) entwickelt.

 

 

Ziele des SOZIUS Projektes

Das Ziel des SOZIUS Projektes ist die wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit des IKL Konzepts. Die Anwendung von IKL-Konzepts soll das Ausgrenzungsrisiko für Schülerinnen und Schüler (mit sonderpädagogischem Förderbedarf) minimieren und die soziale Integration ausgegrenzter Schulkinder fördern. Gleichzeitig kommt das IKL Konzept allen Schülerinnen und Schülern einer Klasse zugute, da es das Klassenklima und damit die Lernfreude fördert. Im Rahmen des Projektes möchte die Universität Wuppertal das IKL Konzept in Kooperation mit Schulen und Lehrkräften in der Schulpraxis durchführen, evaluieren, weiterentwickeln und danach der Schulpraxis zur Verfügung stellen.   

 

 

Wer kann an dem SOZIUS Projekt teilnehmen?

Für das Projekt suchen wir interessierte Grundschulen, welche mit mindestens vier Schulklassen am Projekt teilnehmen möchten. In den Klassen sollten sich jeweils mindestens zwei bis drei Schülerinnen und Schüler mit Lernproblemen sowie zwei bis drei Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten befinden. Eine Diagnose im Rahmen eines AO-SF ist nicht erforderlich. Teilnehmen können Schulklassen, die sich im Schuljahr 2019/2020 in der Klassenstufe 2, 3 oder 4 befinden. Eine Teilnahme von Schulen mit Jahrgangsstufenmischung ist ebenfalls möglich.

 

 

Wann ist das Projekt geplant?

Das Projekt startet für die teilnehmenden Schulen mit zwei Fortbildungen zur Förderung der sozialen Integration und zum IKL Konzept. Die Fortbildungen werden voraussichtlich nach den Sommerferien 2019 beginnen. Die vierwöchige Umsetzung des Konzepts zum integrationsfördernden Lernen erfolgt, im Anschluss an die zweite Fortbildung, dann voraussichtlich nach den Herbstferien 2019.

 

 

Welche Aufgaben kommen voraussichtlich auf die teilnehmenden Lehrkräfte zu?

Der genaue Ablauf des Projektes befindet sich derzeit noch in der Planung. Nach einer praxisnahen Fortbildung sollen die Lehrkräfte IKL in ihren Klassen über einen Zeitraum von voraussichtlich vier Wochen möglichst täglich umsetzen. Da es sich bei IKL um eine Variante des Kooperativen Lernens handelt, sind die Einheiten in den schulischen Alltag und den regulären Unterricht integrierbar.

Vor, während und nach dem Projekt sind zu verschiedenen Zeitpunkten kurze Erhebungen mit der Klasse (voraussichtlich 2x ca. 45 und 2x ca. 20 Minuten) und den Lehrkräften (5 x ca. 10 Minuten) geplant. In diesen vier Wochen können Probleme und Fragen zur Umsetzung zudem praxisnah mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni Wuppertal im Rahmen eines optionalen Coachings besprochen werden. In diesen vier Wochen sollen die Schülerinnen und Schüler zu festgelegten Unterrichtsstunden einen kurzen Kontaktfragebogen (ca. 2 Minuten) ausfüllen.

 

 

Wie erfolgt die Qualifikation der teilnehmenden Lehrkräfte?

Die Lehrkräfte erhalten im Vorfeld eine Fortbildung zum IKL Konzept. Der zeitliche Umfang der Fortbildung beläuft sich auf 15 Stunden und verteilt sich auf sechs Module.

Die zeitliche Organisation der Fortbildung wird an die Bedürfnisse der teilnehmenden Schulen angepasst. Ein Teil der Fortbildung wird möglicherweise durch Onlinevideos unterstützt. Die teilnehmenden Schulen bekommen alle Materialen zur Verfügung gestellt. Für schulinterne Fort- und Weiterbildungen kann auch nach Projektende auf die Onlinevideos und Lernmaterialien zugegriffen werden.

 

 

Was lernen die Lehrkräfte im Rahmen der Qualifikation?

In den Fortbildungen erhalten Lehrkräfte grundlegendes Wissen zur Förderung der sozialen Integration im Unterricht, zum Kooperativen Lernen und zum darauf aufbauenden IKL Konzept. Das vermittelte Wissen eignet sich dabei nicht nur zur Förderung der sozialen Integration von Schulkindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, sondern zur sozialen Eingliederung aller (ausgegrenzten) Schülerinnen und Schüler in einer Klasse sowie zur Verbesserung des Klassenklimas. Ferner lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche Methoden und Techniken des Kooperativen Lernens kennen.

 

 

Ist eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten erforderlich?

Ja. Es werden im Projektzeitraum einige kurze Befragungen mit der Schulklasse durchgeführt. Daher ist eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten erforderlich.

 

 

Was geschieht mit den erhobenen Daten?

Die im Rahmen des Projektes erhobenen Daten werden anonymisiert ausgewertet.

 

 

Was ist der Gewinn für eine teilnehmende Schule?

  • Weiterqualifizierung von Lehrkräften im Hinblick auf die Förderung sozialer Integration, Kooperatives Lernen und das IKL Konzept
  • Praxisnahe Beratung bei der Umsetzung des Konzepts
  • Materialien (inkl. Onlinevideos) zur schulinternen Fort- und Weiterbildung
  • Förderung der sozialen Integration im Projektzeitraum
  • Auf Wunsch schulinterne Rückmeldung der Befunde

 

 

Geplantes Vorgehen

Herbst 2017

Kontaktaufnahme mit Schulregionen

Bis Februar 2018

Rückmeldung über die grundsätzliche Teilnahme einer Schulregion

Bis April 2018

Bereitstellung weiterer Informationen zum Projekt

April bis Juni 2018

Auf Wunsch konkrete Informationsgespräche mit Schulen

Bis Juli 2018

Rückmeldung von interessierten Schulen

September 2019

Screening der teilnehmenden Klassen

September bis Oktober 2019

zwei Fortbildungen

November 2019

vierwöchige Umsetzungsphase

 

 

Flyer 

Einen Flyer zum SOZIUS Projekt, der gerne in ihrem Kollegium verbreitet werden darf, finden Sie hier. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne einige Exemplare zu.

 

Anmeldung

Sollten Sie sich verbindlich für das SOZIUS Projekt anmelden wollen, finden Sie den Anmeldebogen hier. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldephase am 30. September endet.

 

Literatur

Allport, G. W. (1954). The Nature of Prejudice. Reading. MA: Addison – Wesley.

Huber, C. (2009). Soziale Ausgrenzung in der Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf: Zusammenhang von Persönlichkeit, Gruppenheterogenität und sozialer Ausgrenzung. Empirische Pädagogik, 23(2), 170-190.

Pettigrew, T. F. & Tropp, L. R. (2006). A meta-analytic test of intergroup contact theory. Journal of Personality and Social Psychology, 90 (5), 751-783.