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Forschungsschwerpunkte

Der Arbeitsbereich "Rehabilitationswissenschaften mit dem Förderschwerpunkt Lernen" betreibt Forschung und Lehre zur schulischen Sonderpädagogik und Inklusion. Dabei betrachten wir vor allem die Mikroebene von Unterricht, also das "Lernen" und "Lehren" auf der Ebene von Individuen.

Schulrelevante individuelle Lern- und Teilhabeprozesse ("Lernen")

Zum einen führen wir empirische Studien zu Lern- und Teilhabeprozessen im Unterricht (vor allem mit Bezug zu Sprache und Schriftsprache) durch, um Beeinträchtigungen und soziale Barrieren besser als bisher zu verstehen. Dadurch generieren wir Erkenntnisse darüber, wie Schülerinnen und Schüler ihre Lernpotenziale gewinnbringend entfalten und für sich nutzen können und an welchen Lern- und Teilhabebarrieren Lehrkräfte und ihre Lernenden pädagogisch ansetzen könnten.

Evidenzbasierte Praxiskonzepte für den Schulalltag ("Lehren")

Zum anderen erforschen wir unterrichtsrelevante Diagnostik- und Unterrichtsmethoden, um deren Umsetzbarkeit (Implementation) und Wirksamkeit (Effektivität) unter Praxisbedingungen zu evaluieren. Unser Schwerpunkt liegt hierbei auf inklusiven Methoden, die Lehrkräfte zur engen Verknüpfung von Diagnostik und Förderung sowie zur Förderevaluation in heterogenen Klassen einsetzen können, um Lern- und Teilhabebarrieren weiter abzubauen.

Unsere Arbeitsweisen

Da sich die klassischen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte (theoretisch und praktisch) deutlich überschneiden, bearbeiten wir schulisches Lernen und Lehren grundsätzlich förderschwerpunktübergreifend (insbesondere bezüglich der Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und emotional-soziale Entwicklung) und interdisziplinär (Sonderpädagogik, Bildungswissenschaften, Psychologie und Psycholinguistik). Dabei stehen wir für eine starke empirische Sonderpädagogik als wissenschaftliche Disziplin sowie für eine kooperative und transparente Forschungskultur.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Publikationen

2017:

Lüke, T., & Grosche, M. (2017). What do I think about Inclusive Education? It depends on who is asking: Experimental evidence for a Social Desirability Bias in attitudes towards Inclusion. International Journal of Inclusive Education. Advance online publication. doi:10.1080/13603116.2017.1348548

Lüke, T., & Grosche, M. (2017). Implicitly measuring attitudes towards inclusive education: A new attitude test based on single-target implicit associations. European Journal of Special Needs Education. Advance online publication. doi:10.1080/08856257.2017.1334432

Casale, G., Volpe, R.J., Daniels, B., Hennemann, T., Briesch, A.M. & Grosche, M. (in press). Measurement invariance of a universal behavioral screener across samples from the USA and Germany. European Journal of Psychological Assessment.

Fleischhauer, E., Schledjewski, J. & Grosche, M. (im Druck). Apps zur Förderung von Rechtschreibfähigkeiten: Ein umfassendes Review anhand von theoriegeleiteten und evidenzbasierten Gütekriterien. Lernen und Lernstörungen.

Grosche, M. & Fleischhauer, E. (2017). Implikationen der Theorien der schulischen Inklusion für das Konzept der Förderung von Deutsch als Zweitsprache. In M. Becker-Mrotzek, P. Rosenberg, C. Schroeder & A. Witte (Hrsg.), Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung [Begutachtetes Herausgeberwerk] (S. 155–169). Münster: Waxmann.

Grosche, M. & Vock, M. (in Druck). Inklusion. In D. H. Rost, J. Sparfeldt & S. Buch (Hrsg.), Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (5. Auflage). Weinheim: Beltz.

Morgenroth, S. & Grosche, M. (in Druck). Inklusion durch interdisziplinäre Kooperation. Erweiterung des Modells „response-to-intervention“ um Aspekte von Ko-Konstruktion und Co-Teaching. In S. Barsch, N. Glutsch & M. Massumi (Hrsg.), Blickwechsel Diversity. Internationale Perspektiven der LehrerInnenbildung. Münster: Waxmann.

 

2016:

Grosche, M. & Vock, M. (in Druck). Inklusion. In D. H. Rost, J. Sparfeldt & S. Buch (Hrsg.), Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (5. Auflage). Weinheim: Beltz.

Grosche, M., Wohne, A. & Rüsseler, J. (2016). Zentrale theoretische Ansätze und ihr Einfluss auf unser Denken und Handeln bei funktionalem Analphabetismus. In C. Löffler & J. Korfkamp (Hrsg.), Handbuch zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener (S. 129–143). Münster: Waxmann.

Krämer, P., Przibilla, B. & Grosche, M. (2016). Woran erkennt man schulische Inklusion? Indikatoren zur operationalen Definition von schulischer Inklusion. Heilpädagogische Forschung, 42 (2), 61–73.

Lüke, T., Ritterfeld, U., & Tröster, H. (2016). Erprobung eines Gruppentests zur Überprüfung des Grammatikverständnisses auf der Basis des TROG-D. Diagnostica. Advance online publication. doi:10.1026/0012-1924/a000157

Morgenroth, S. & Grosche, M. (in Druck). Inklusion durch interdisziplinäre Kooperation. Erweiterung des Modells „response-to-intervention“ um Aspekte von Kokonstruktion und Co-Teaching. In S. Barsch, N. Glutsch & M. Massumi (Hrsg.), Blickwechsel Diversity. Internationale Perspektiven der LehrerInnenbildung. Münster: Waxmann.

Urton, K., Wilbert, J., Grosche, M. & Hennemann, T. (2016). Vergleich der beruflichen Interessenstruktur von Studierenden der Sonderpädagogik mit den Anforderungen des sonderpädagogischen Lehrerberufs. Zeitschrift für Bildungsforschung, 6 (3), 325-343.

 

2015:

Casale, G., Hennemann, T. & Grosche, M. (2015). Zum Beitrag der Verlaufsdiagnostik für eine evidenzbasierte sonderpädagogische Praxis am Beispiel des Förderschwerpunktes der emotionalen und sozialen Entwicklung. Zeitschrift für Heilpädagogik, 66 (7), 325-334.

Casale, G., Hennemann, T., Huber, C. & Grosche, M. (2015). Testgütekriterien der Verlaufsdiagnostik von Schülerverhalten im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung. Heilpädagogische Forschung, 41 (1), 37-54.

Casale, G., Hennemann, T., Volpe, R. & Grosche, M. (2015). Generalisierbarkeit und Zuverlässigkeit von Direkten Verhaltensbeurteilungen des Lern- und Arbeitsverhaltens in einer inklusiven Grundschulklasse. Empirische Sonderpädagogik, 7 (3), 258-268.

Fleischhauer, E. & Grosche, M. (in Druck). Der Leseentwicklung auf der Spur. Praxis Fördern – Zeitschrift für individuelle Förderung und Inklusion.

Grosche, M. (2015). Was ist Inklusion? Ein Diskussions- und Positionsartikel zur Definition von Inklusion aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. In P. Kuhl, P. Stanat, B. Lütje-Klose, C. Gresch, H. A. Pant & M. Prenzel (Hrsg.), Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Schuleistungserhebungen [Begutachtetes Herausgeberwerk] (S. 17-39). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Grosche, M., Huber, C. & Schütterle, P. (2015). Die passgenaue Abstimmung zwischen Lernbedürfnissen und Lernmethoden durch das Konzept Response-to-Intervention (RTI). In K. Reich, D. Asselhoven, S. Kargl (Hrsg.), Eine inklusive Schule für alle (S. 235-241). Weinheim: Beltz.

Grosche, M., Wohne, A. & Rüsseler, J. (in Druck). Theoretische Ansätze, die unser Denken und Handeln bei funktionalem Analphabetismus beeinflussen. In C. Löffler (Hrsg.), Handbuch. Münster: Waxmann.


2014:

Fleischhauer, E., Starke, A. & Grosche, M. (2014). Kleinschrittige und übungsbetonte Förderung von Lesen und Schreiben in der 1. Klasse mit IntraActPlus: Eine Handanweisung für Lehrkräfte. Sprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis, 3 (4), 206-2014.

Grosche, M. (2014). Fördermaßnahmen im Prozess überprüfen. Das Konzept der Lernverlaufsdiagnostik. In T. Bohl, A. Feindt, B. Lütje-Klose, M. Trautmann & B. Wischer (Hrsg.), Fördern (S. 113-115). Seelze: Friedrich.

Grosche, M. (2014). Lernschwierigkeiten und Verhaltensstörungen in Nordamerika. In U. Heimlich, R. Stein & F. B. Wember (Hrsg.), Handlexikon Lernschwierigkeiten und Verhaltensstörungen (S. 320-323). Stuttgart: Kohlhammer.

Grünke, M. & Grosche, M. (2014). Lernbehinderung. In G. W. Lauth, M. Grünke & J. C. Brunstein (Hrsg.), Interventionen bei Lernstörungen (2. Auflage, S. 76-89). Göttingen: Hogrefe.

Hintz, A. M. & Grosche, M. (2014) (Hrsg.). Prävention von Lern- und Entwicklungsbeeinträchtigungen [Themenheft]. Empirische Sonderpädagogik, 6 (3), 191-276.


2013:

Grosche, M. (2013). Die Interaktionstheorie des funktionalen Analphabetismus. Überlegungen zum Zusammenhang von Lese-Rechtschreib-Schwächen, sozialen Bildungsbenachteiligungen und Analphabetismus im Erwachsenenalter. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 82 (2), 102-113.

Grosche, M., Hintz, A. M. & Hölz, A. (2013). Wortspezifische Lesetrainingseffekte bei gleichzeitig ausbleibendem Lerntransfer: Analyse eines computergestützten Lesetrainings bei Förderbedarf im Lernen. Empirische Sonderpädagogik, 5 (3), 221-235.

Grosche, M. & Schroeder, J. (2013) (Hrsg.). Alphabetisierung und Grundbildung [Themenheft]. Empirische Sonderpädagogik, 5 (3), 204-261.

Grosche, M. & Schroeder, J. (2013). Stand und Perspektiven der empirischen Alphabetisierungsforschung. Empirische Sonderpädagogik, 5 (3), 249-261.

Grosche, M. & Volpe, R. J. (2013). Response-to-intervention (RTI) as a model to facilitate inclusion for students with learning and behaviour problems. European Journal of Special Needs Education, 28 (3), 254-269.

Huber, C., Grosche, M. & Schütterle, P. (2013). Inklusive Schulentwicklung durch response-to-intervention (RTI) – Realisierungsmöglichkeiten des RTI-Konzepts im Förderbereich Lesen. Gemeinsam Leben – Zeitschrift für Inklusion, 21 (2), 79-90.


2012:

Grosche, M. (2012). Analphabetismus und Lese-Rechtschreib-Schwächen. Beeinträchtigungen in der phonologischen Informationsverarbeitung als Ursache für funktionalen Analphabetismus im Erwachsenenalter. Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie (Bd. 83, Hrsg. D. H. Rost) [Begutachtete Herausgeberreihe]. Münster: Waxmann.

Hennemann, T., Hillenbrand, C., Franke, S., Hens, S., Grosche, M. & Pütz, K. (2012). Kinder unter erhöhten emotional-sozialen und kognitiven Risiken als Herausforderung für die Inklusion: Evaluation einer selektiven Präventionsmaßnahme in der schulischen Eingangsstufe. Empirische Sonderpädagogik, 4 (2), 129-146.

Hintz, A. M. & Grosche, M. (2012). Schulabsentismus und Dropout bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. In H. Ricking & G. C. Schulze (Hrsg.), Schulabbruch – Ohne Ticket in die Zukunft? (S. 77-93) Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Huber, C. & Grosche, M. (2012). Das response-to-intervention-Modell als Grundlage für einen inklusiven Paradigmenwechsel in der Sonderpädagogik. Zeitschrift für Heilpädagogik, 63 (8), 312-322.

Wilbert, J. & Grosche, M. (2012). A dissociation of implicit and explicit spatial sequence learning in a group of students with learning difficulties. Journal of Cognitive Education and Psychology, 11 (3), 301-316.


2011:

Egloff, B., Grosche, M., Hubertus, P. & Rüsseler, J. (2011). Funktionaler Analphabetismus im Erwachsenenalter: eine Definition. In Projektträger im DLR e.V. (Hrsg.), Zielgruppen in Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener. Bestimmung, Verortung, Ansprache (S. 11-31) [Begutachtetes Herausgeberwerk]. Bielefeld: Bertelsmann.

Grosche, M. (2011). Barrieren beim Lesenlernen durch Strategie-Interferenzen. In Projektträger im DLR e.V. (Hrsg.), Lernprozesse in Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener. Diagnostik, Vermittlung, Professionalisierung (S. 29-46) [Begutachtetes Herausgeberwerk]. Bielefeld: Bertelsmann.

Grosche, M. (2011). Effekte einer direkt-instruktiven Förderung der Lesegenauigkeit. Empirische Sonderpädagogik, 3 (2), 147-161.

Grosche, M. & Grünke, M. (2011). Beeinträchtigungen in der phonologischen Informationsverarbeitung bei funktionalen Analphabeten. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 25 (4), 277-291.

Grosche, M., Hintz, A. M. & Grünke, M. (2011). Direkte Instruktion in der Grundbildung. In K. Ratzke & A. Scholz (Hrsg.), Alphabetisierung - Beratung - Chancen. Abschlussbericht zu einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt (S. 57-80). Oldenburg: DIZ.

Grosche, M., Zwigart, S. & Castello, A. (2011). Förderung von Kategorisierungsstrategien und Strukturwissen über Fernsehwerbung bei Kindern im Vorschulalter. In M. R. Textor (Hrsg.), Online-Handbuch Kindergartenpädagogik. www.kindergartenpaedagogik.de/2217.htm.


2010:

Grosche, M., Hennemann, T. & Grünke, M. (2010). Selbstregulationsdefizite bei Jugendlichen mit Verhaltensstörungen und ihre Auswirkungen auf das Hausaufgabenverhalten. Empirische Pädagogik, 24 (1), 26-41.

Grosche, M. & Hintz, A. M. (2010). Überprüfung von Verfahren zur Evaluation von Alphabetisierungskursen durch eine Einzelfallstudie. Heilpädagogische Forschung, 36 (4), 177-185.

Hintz, A. M. & Grosche, M. (2010). Förderung basaler Lesekompetenzen von erwachsenen Analphabeten nach Prinzipien der direkten Instruktion. Empirische Sonderpädagogik, 2 (2), 25-33.

Wilbert, J., Grosche, M. & Gerdes, H. (2010). Effects of evaluative feedback on rate of learning and task motivation: An analogue experiment. Learning Disabilities: A Contemporary Journal, 8 (2), 43-52.


2009:

Grosche, M. (2009). Die Interaktion von Schulleistungsproblemen und Schulabsentismus und deren langfristige Auswirkungen. In H. Ricking, G. Schulze & M. Wittrock (Hrsg.), Schulabbruch – eine Herausforderung für die Schule oder warum Heranwachsende nicht mehr in die Schule gehen (S. 84-95). Oldenburg: DIZ.

Grosche, M. (2009). Zur Rolle der phonologischen Bewusstheit bei Analphabetismus. Alfa-Forum, 72, 18-20.

Hintz, A. M & Grosche, M. (2009). Prävention und Intervention von Schulabsentismus bei Schülern mit Migrationshintergrund – (k)ein Thema für die universitäre Phase der Lehrerausbildung? In H. Ricking, G. Schulze & M. Wittrock (Hrsg.), Schulabbruch – eine Herausforderung für die Schule oder warum Heranwachsende nicht mehr in die Schule gehen (S. 67-75). Oldenburg: DIZ.

Hintz, A. M., Grosche, M. & Grünke, M. (2009). Schulmeidendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. In H. Ricking, G. Schulze & M. Wittrock (Hrsg.), Schulabsentismus und Dropout (S. 49-73). Stuttgart: UTB.


2008:

Grosche, M. (2008). Hausaufgaben, selbstreguliertes Lernen und aggressives Verhalten – Motivationale Handlungskonflikte und motivationale Interferenz in Hausaufgabensituationen bei Jugendlichen mit Verhaltensstörungen. Heilpädagogische Forschung, 34 (4), 192- 205.

Grosche, M. & Grünke, M. (2008). Das sonderpädagogische Lehramtsstudium wissenschaftlicher gestalten. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 77 (3), 190-197.

Projekte
Studentische Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten (Bachelor und Master)

Allgemeine Informationen zur Anfertigung von Abschlussarbeiten im Arbeitsbereich "Rehabilitationswissenschaften mit dem Förderschwerpunkt Lernen"

Bachelor- und Masterarbeiten im Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften mit dem Förderschwerpunkt Lernen (Leitung Prof. Dr. Michael Grosche) werden ausschließlich im Kontext aktueller, empirischer sonderpädagogischer Forschung angefertigt. Grundsätzlich zeigen Sie mit Ihrer Abschlussarbeit, dass Sie (a) eine präzise wissenschaftliche Fragestellung (b) mit wissenschaftlichen Methoden (c) selbständig bearbeiten können. Dabei sind folgende Aspekte zu beachten: 

  • Fragestellung: Die Formulierung und Beantwortung einer wissenschaftlichen Forschungsfrage ist das Herzstück einer jeden Bachelor- oder Masterarbeit. Die Entwicklung einer Forschungsfrage ist ein Prozess, der oft viele Wochen in Anspruch nimmt. Dieser Prozess ist jedoch sehr wichtig, da sich alle weiteren Schritte Ihrer Abschlussarbeit aus der Fragestellung ergeben. Die Forschungsfrage ist schlüssig aus Theorie und bisherigen empirischen Ergebnissen abzuleiten. Aus der Forschungsfrage wird dann ein schlüssiges Forschungsdesign entwickelt. Am Ende Ihrer Arbeit beantworten Sie die Forschungsfrage auf der Grundlage Ihrer Ergebnisse.
  • Anspruch: Bachelor- und Masterarbeiten müssen den Grundsätzen des wissenschaftlichen Arbeitens entsprechen, theoriebasiert sein, aktuelle empirische Befunde einbeziehen, relevante Fragestellungen ableiten, eine eigene Argumentation erkennen lassen, übergreifende Zusammenhänge herstellen und eine begründete theoretische sowie methodenkritische Reflexion beinhalten.
  • Literatur: Bachelor- und Masterarbeiten müssen weiterhin auf einer eigenen datenbankgestützten Literaturrecherche basieren (insbesondere aktuelle empirische Originalarbeiten aus Zeitschriften mit peer review). Ebenfalls ist internationale Literatur einzubeziehen.
  • Methodologie: Gute Kenntnisse der quantitativen und/oder qualitativen Forschungsmethoden sind unabdingbar. Erfahrungen mit entsprechender Software (z.B. SPSS, EXCEL, R oder MAXQDA) bzw. der Wille zur selbständigen Einarbeitung in diese Software werden vorausgesetzt.
  • Inhalt: Der Inhalt Ihrer Bachelor- oder Masterarbeit ergibt sich normalerweise aus den unten angeführten Projekten. Wir sind jedoch auch offen für weitere Inhalte, die Sie einbringen möchten.

 

Voraussetzung zur Betreuung von Abschlussarbeiten

Bitte sprechen Sie die grundsätzliche thematische Ausrichtung Ihrer Arbeit immer frühzeitig mit uns ab und klären Sie in diesem Gespräch für sich, ob wir grundsätzlich für Sie als Themensteller infrage kommen. Auch wenn Ihre Arbeit noch weit entfernt scheint, ist es sinnvoll, schon 12 bis 18 Monate vor der Themenstellung mit uns Kontakt aufzunehmen. Beachten Sie dabei bitte die folgenden Voraussetzungen:

  • Sie planen, in Ihrer Bachelor- oder Masterarbeit eine Fragestellung zu bearbeiten, die inhaltlich an ein Projekt der Arbeitsgruppe angegliedert ist oder sich an einem der unten aufgeführten Themen orientiert.
  • Es empfiehlt sich mindestens eine Veranstaltung bei dem/der betreffenden Betreuer/in studiert zu haben.
  • Sie müssen in der Lage sein, in wissenschaftlichen Datenbanken zu recherchieren und englischsprachige Literatur zu verstehen.
  • Für Ihre ersten Überlegungen zum Aufbau der Arbeit eignet sich insbesondere das Lehrbuch von Peters und Dörfler (2014). Bereits zu Beginn Ihrer Überlegungen müssen Sie aus diesem Buch mindestens die Kapitel 1 (Themenfindung…), 2 (Arbeitsaufwand…) und 3 (Ablauf…) bearbeitet haben.
  • Vor dem ersten persönlichen Termin zur Absprache der Bachelor- oder Masterarbeit haben Sie bereits erste Literaturrecherchen durchgeführt und sich zumindest grundlegend in die interessierende Thematik eingelesen. Zum Termin muss daher eine Literaturliste mit mindestens drei aktuellen empirischen Originalarbeiten ausschließlich aus Zeitschriften mit peer-review mitgebracht werden, die Sie studiert haben. Hier ist auch englischsprachige Literatur mit einzubeziehen.

Tagesaktuelle Mitarbeit momentan möglich (Stand 02.10.2017)

Momentan und tagesaktuell suchen wir Studierende, die Ihre Bachelor- und Masterarbeiten in folgenden Projekten schreiben möchten. Bitte schicken Sie an die angegebene Projektleitung zeitnah eine E-Mail, um informell eine Mitarbeit anzufragen.

 

LeitungProjektArt Ihrer MitarbeitDatenerhebungZeitraum
Gunnar BrunsSemantische Netze bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne LernbeeinträchtigungenKontaktaufnahme mit Schulen, DatenerhebungenAudioaufnahme von Antworten auf vorgesprochene Wörterab sofort
Timo Lüke
Erprobung einer Kurzskala zur Messung von Einstellungen zum inklusiven SchulsystemEigenständiges Projekt innerhalb eines großen Forschungsprojektes im Arbeitsbereich Fragebogenerhebung (Papier & Stift oder Online)ab sofort
Timo Lüke
Experiment zum Einfluss der Instruktion (PREIS) auf die berichteten EinstellungenEigenständiges Projekt innerhalb eines großen Forschungsprojektes im ArbeitsbereichExperiment mit 1-2 Fragebogenerhebungen (Papier & Stift oder Online)ab sofort

 

 

Betreuung und Themen

Übergreifend können auch eigenständige Abschlussarbeiten im Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften mit dem Förderschwerpunkt Lernen bei den folgenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu folgenden Themen bzw. im Rahmen der angegebenen Projekte angefertigt werden:

 

Betreuer/BetreuerinThemen/Projekte
Michael Grosche
  • Operationalisierung, Implementation und Evaluation von schulischen Inklusionsmodellen
  • Kompetenzprofile und Aufgabenbereiche in der schulischen Inklusion
  • Psychologische und soziale Grundlagen von Beeinträchtigungen in der sprachlichen, sozial-emotionalen und lernbezogenen Entwicklung
Gunnar Bruns
  • Arbeitsgedächtnis bei Kindern mit Lernbeeinträchtigungen
Timo Lüke
  • Einstellungen zum inklusiven Schulsystem
  • Single-Case Research / Einzelfallforschung
Janine Schledjewski
  • Einsatz von digitalen Lernspielen im Grundschulunterricht
  • Feedbackvarianten in digitalen Lernumgebungen
Theresa Gerlach
  • Emotionale Kompetenz (Verstehen von Emotionen über Mimik und Prosodie)

 

Formale Anforderungen an Ihre Abschlussarbeit

Die Grundlage für die formale Gestaltung Ihrer Abschlussarbeit ist das Lehrbuch von Peters und Dörfler (2015). Dort werden sämtliche Formalfragen (z. B. zu Umfang, Gestaltung, Gliederung und Zitierweise) beantwortet. Als einzige Abweichung von den dort genannten Formalia empfehlen wir Ihnen eine maximale Länge von 80 Seiten für Masterarbeiten (siehe Peters & Dörfler, 2015, S. 6). Sie dürfen aber gerne darunter bleiben. Wir bewerten Ihre Arbeit als formal sehr gut, wenn Sie die in diesem Buch beschriebenen Aspekte korrekt umgesetzt haben. Weitere Grundlagen der Bewertung Ihrer Arbeit finden Sie hier.

 

Anmeldefristen und zeitlicher Ablauf bei der Erstellung von Masterarbeiten

Wir nehmen jederzeit Bachelor- und Masterarbeiten zu den oben genannten Themen an. Falls Sie jedoch zu einem bestimmten Zeitpunkt in die zweite Phase der Lehramtsausbildung (Referendariat) einsteigen wollen, müssen Sie für Ihre Masterarbeit folgenden Zeitplan einhalten:

 

Anvisierter Beginn des ReferendariatsSpäteste Anmeldung bei Betreuer_inSpäteste Abgabe der ArbeitBegutachtung bis
Im NovemberJanuarAnfang Juli

Ende August

Im MaiJuli (des Vorjahres)Anfang JanuarEnde Februar

 

Verpflichtende Literatur

Peters, J. H. & Dörfler, T. (2014). Abschlussarbeiten in der Psychologie und den Sozialwissenschaften – Planen, Durchführen und Auswerten. Hallbergmoos: Pearson.

Peters, J. H. & Dörfler, T. (2015). Abschlussarbeiten in der Psychologie und den Sozialwissenschaften – Schreiben und Gestalten. Hallbergmoos: Pearson.