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Projekt

Diagnostische Kompetenz von Grundschullehrkräften bei der Erstellung der Übergangsempfehlung: eine Analyse aus der Perspektive der sozialen Urteilsbildung

 

Leitung und MitarbeiterInnen:
Prof. Dr. Cornelia Gräsel
Dipl.-Psych. Ines Böhmer
Aneta Kozlowski
Melanie Schulte
Katharina Peverstorf  

Projektbeschreibung: Im Rahmen dieses Forschungsprojektes untersuchen wir die diagnostische Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern bei der Erstellung der Übergangsempfehlung von der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Die Empfehlung ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Bildungssystem, da diese in vielen Fällen die weitere Schullaufbahn und den daran anknüpfenden beruflichen Werdegang der Kinder mitbestimmt.
Die bisherige Übergangsforschung thematisiert hauptsächlich die Lehrerentscheidung selbst und dessen Folgen, nicht aber deren Zustandekommen. In diesem Projekt legen wir den Fokus darauf, Erkenntnisse über den diagnostischen Entscheidungsprozess der Lehrerinnen und Lehrer zu gewinnen. Auf Basis der sozialen Urteilsbildung untersuchen wir, welche Schülerinformationen Lehrkräfte erfassen und wie sie diese zu einer Übergangsentscheidung zusammenführen.
Wir gehen davon aus, dass Lehrkräfte bei der Erstellung einer Übergangsempfehlung auf unterschiedliche Informationsverarbeitungsstrategien flexibel zurückgreifen können. Die Wahl der Strategie wird dabei durch verschiedene Rahmenfaktoren moderiert und beeinflusst die prognostische Validität der Übergangsempfehlung.
Ziel unseres Projektes ist es, ein Modell diagnostischer Kompetenz zu formulieren und dieses anhand einer Validierungsstudie auf seine Übertragbarkeit auf reale Entscheidungsprozesse zu prüfen.

Das Forschungsprojekt wird gemeinsam mit Prof. Dr. Sabine Krolak-Schwerdt (Universität Luxemburg) durchgeführt.

Laufzeit: 2 Jahre, Februar 2008 – Januar 2010

Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft