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Förderdiagnostische Kompetenz von Lehrkräften in der Inklusion (FOKI)

Leitung und Mitarbeiter*innen

Prof. Dr. Gino Casale

Prof. Dr. Susanne Buch

Prof. Dr. Michael Grosche

Prof. Dr. Christian Huber

Wiss. Mit. Tugce Kübra Durgut

 

Projektbeschreibung

Das Treffen förderdiagnostischer Entscheidungen ist eine zentrale Kompetenz von Lehrkräften (Bundschuh & Winkler, 2014; König u. a., 2017). Wir postulieren, dass jede förderdiagnostische Entscheidung als das Resultat eines kognitiven Prozesses interpretiert und modelliert werden kann. Diese Prozesse – und somit auch die förderdiagnostischen Entscheidungen als Response Output (Artelt & Wirt, 2014) -werden durch kognitive sowie affektiv-motivationale Dispositionen (z. B. Vorurteile, Fachwissen, Einstellungen) beeinflusst (Baddeley, 2007; Huber & Casale, 2015; Moreno, 2006) und sie vollziehen sich jeweils konkret in einer bestimmten Situation, in der situationsspezifische Fähigkeiten zur Wahrnehmung, Interpretation und Auswahl von Entscheidungsalternativen) gefordert werden (Blömeke, Gustafsson & Shavelson, 2015). Die Validität förderdiagnostischer Entscheidung könnte also durch kognitive, affektiv-motivationale sowie situationsspezifische Kompetenzmerkmale von Lehrkräften beeinflusst werden.

Im Projekt prüfen wir daher in einer Reihe experimenteller Studie erstens die Validität förderdiagnostischer Entscheidungen von Lehrkräften in der Inklusion. Zweitens untersuchen wir, inwiefern professionsbezogenen Merkmale von Lehrkräften auf die Validität dieser Entscheidungen wirken.

Literatur

Artelt, C. & Wirth, J. (2014). Kognition und Metakognition. In T. Seidel & A. Krapp (Hrsg.), Pädagogische Psychologie (S. 167-192). Weinheim: Beltz Verlag.

Baddeley, A. (2007). Working, Memory, Thought, and, Action. New York: Oxford University Press.

Blömeke, S., Gustafsson, J.-E. & Shavelson, R.J. (2015). Beyond Dichotomies. Competence Viewed as a Continuum. Zeitschrift für Psychologie, 223(1), 3-13.

Bundschuh, K. & Winkler, C. (2014). Einführung in die sonderpädagogische Diagnostik. München/Basel: Reinhardt UTB.

Huber, C. & Casale, G. (2015). Schülerverhalten systematisch erfassen. Die Methode Direct Behavior Rating (DBR). Praxis fördern - Zeitschrift für individuelle Förderung und Inklusion, 6, 19-25.

König, J., Gerhard, K., Melzer, C., Rühl, A.-M., Zenner, J., & Kaspar, K. (2017). Erfassung von pädagogischem Wissen für inklusiven Unterricht bei angehenden Lehrkräften: Testkonstruktion und Validierung. Unterrichtswissenschaft, 45(4), 223-242.

Moreno, R. (2006). Does the modality principle hold for different media? A test of the method-affects-learning hypothesis. Journal of Computer Assisted Learning, 22, 149–158.

 

Laufzeit


02/2017 – 08/2022