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Institutionalisierung von BNE durch Netzwerkbildung - eine empirische Untersuchung von Schul- Unternehmens-Lernpartnerschaften



Leitung und MitarbeiterInnen (Wuppertal – School of Education):

Prof. Dr. Cornelia Gräsel

Kati Trempler

Leitung und MitarbeiterInnen (Wuppertal Institut):

Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Dr. Carolin Baedeker
Marco Hasselkuß
Philip Oettershagen

Pojektbeschreibung:

In den wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wird immer wieder die Bedeutung von Netzwerken für die Verbreitung und Institutionalisierung von BNE betont. Es existieren aber nur wenige theoretische und empirische Forschungsarbeiten über derartige Netzwerke.

Ziel des Projekts ist es, anhand des Fallbeispiels KURS 21 e.V. in Wuppertal (Netzwerk bestehend aus Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen) zu analysieren, wie BNE-Netzwerke entstehen, was sie erfolgreich macht und wie groß ihr Transferpotenzial für eine BNE ist.

Folgende Fragestellungen werden dabei verfolgt:

  • Wie verändern sich einzelne Lernpartnerschaften in struktureller und inhaltlicher Hinsicht über einen längeren Zeitraum?
  • Welchen Einfluss haben unterschiedliche Kräfteverhältnisse in den Lernpartnerschaften auf ihren Erfolg?
  • Wie institutionalisiert sich das Netzwerk?
  • Wie verbreiten sich BNE-Inhalte bei den beteiligten Organisationen (Schulen und Unternehmen) 

Diese Fragestellungen werden empirisch in drei aufeinander aufbauenden Studien untersucht. Studie 1 ist eine explorative Fallanalyse in vier ausgewählten Lernpartnerschaften (jeweils eine Schule und ein Unternehmen) mit unterschiedlichen Kräfteverhältnissen. Studie 2 ist eine darauf aufbauende, strukturationstheoretisch ausgerichtete Analyse des gesamten Netzwerkes (elf Lernpartnerschaften und weitere Organisationen), die die Bedingungen der Netzwerkbildung analysiert. Studie 3 ist eine Erhebung bei den am Netzwerk beteiligten Schulen und Unternehmen sowie an Vergleichsschulen außerhalb des Netzwerks. Über einen Fragebogen wird untersucht, inwieweit der Transfer von BNE im Netzwerk gelingt. Abschließend werden die Ergebnisse der drei empirischen Studien zusammengeführt. Dabei wird der wissenschaftliche Output dahingehend sondiert, welche theoretischen und empirischen Ergebnisse geeignet erscheinen, der Netzwerk- und Transferforschung neue Impulse zu geben.

Im Verbundvorhaben führt das Wuppertal Institut die strukturationstheoretische Netzwerkanalyse durch (Studie 2). Für diese Netzwerkanalyse wird vorbereitend mit der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) eine explorative Fallanalyse von vier Lernpartnerschaften (Studie 1) durchgeführt. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten werden im Projektverlauf gemeinsam mit der BUW auf (inter)nationalen Konferenzen und in wissenschaftlichen Publikationen vorgestellt.

 

Laufzeit:
Dezember 2011 bis November 2014

Drittmittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung