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Lehrerurteile im Schulalltag

In diesem Projekt wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit stereotype Vorannahmen bei Lehrer/-innen gegenüber Schüler/-innen Einfluss auf das fachliche Urteilsvermögen haben. Die Fragestellung schließt an die Stigmatisierungsforschung an, die schon in den 1970er Jahren durch die Arbeiten Höhns (1967), Brusten und Hurrelmanns (1973) oder Lösels (1975) geprägt wurden. Auf Basis einer schriftlichen Befragung von Lehramtsstudierenden (n=203) wurde in einem ersten Schritt erfasst, ob spezifische Attribute und Verhaltensweisen der Schüler/-innen in Verbindung mit dem familialen-soziodemographischen Profil stehen. Die Zwischenergebnisse dieser Vorstudie lassen den Schluss zu, dass es signifikante Zusammenhänge zwischen beiden Merkmalsgruppen gibt. An diesen Zuordnungen orientiert, wird anhand eines größeren Samples in einem zweiten Schritt geprüft, ob bei angehenden Lehrer/-innen systematisch die Beurteilung von Schüler/-innen nach askriptiven Merkmalen variiert. Hierfür werden Vignetten eingesetzt, die im Rahmen einer Onlinebefragung durch die Probanden beurteilt werden. 

Projektleitung / Mitarbeiter: Claudia Schuchart / Imke Dunkake