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Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen – Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen (PEARL)

Leitung und Mitarbeiter*innen

Prof.' Dr.' Charlotte Hanisch (Universität zu Köln)

Prof. Dr. Hennemann (Universität zu Köln)

Prof. Dr. Manfred Döpfner (Universität zu Köln)

Prof. Dr. Gino Casale (Bergische Universität Wuppertal)

Dr.' Tatjana Leidig (Universität zu Köln)

Wiss. Mit. Émilie Laschet (Universität zu Köln)

Wiss. Mit. Ulrike Vögele (Universität zu Köln)

Wiss. Mit. Niklas Hamel (Bergische Universität Wuppertal)

 

Projektbeschreibung

Trotz einer hohen Relevanz ist die empirische Grundlage zur aktuellen psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderbereich emotional-soziale Entwicklung (ESE) sehr gering. Im interdisziplinär angelegten Projekt PEARL soll daher die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung untersucht werden. Durch eine enge Kooperation zwischen Schulpraxis, Schuladministration und Wissenschaft sollen unter anderem psychische Auffälligkeiten der Schülerinnen und Schüler an Förderschulen mit dem Schwerpunkt ESE aufgedeckt werden. Mit Hilfe systematischer Analysen unter Einbezug bereits vorliegender Forschungsergebnisse werden wirksame Handlungsstrategien bzw. -empfehlungen herausgearbeitet, um diese im Anschluss in den Schulen zu implementieren. Eine Weiterentwicklung der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern soll somit bestmöglich garantiert werden. Zur Umsetzung dieses Vorhabens werden im Austausch aller Beteiligten fünf Teilschritte bearbeitet:

  1. Austausch über installierte Maßnahmen zum Umgang mit aggressiven Impulsdurchbrüchen.

  2. Erhebung psychischer Auffälligkeiten und Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen.

  3. Überblick über wirksame schulbasierte Maßnahmen und kooperative Entwicklung eines Qualitätstableaus.

  4. Austausch über geeignete Maßnahmen auf der Basis des Wissens über psychische Grundbedürfnisse und Störungen.

  5. Prozessbegleitende Qualifizierung, Implementation und Evaluation (multiprofessioneller) Maßnahmen auf der Basis von Schritt 1–4.


Innerhalb des Projekts wird somit ein partizipativer Ansatz verfolgt, in dem alle Akteure ihr jeweiliges Expertenwissen einbringen und so gemeinsam auf das Ziel hinarbeiten (Gräsel, 2010). Zwischen den Schulleitungen der jeweiligen Förderschulen und den Vertretern der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen werden dazu kontinuierliche Arbeitsgruppensitzungen vereinbart, in denen die nächsten Schritte im Hinblick auf das methodische Vorgehen erörtert und aus den unterschiedlichen Perspektiven mit der Zielsetzung des weiteren Vorgehens gemeinsam diskutiert werden (Bergold & Thomas, 2010).

Erste Erkenntnisse des Projektes konnten dabei bereits erfolgreich erfasst und publiziert werden (siehe hierfür beispielsweise Hennemann et al., 2020).

 

Literatur


Bergold, J. & Thomas, S. (2010). Partizipative Forschung. In G. Mey & K. Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie (S.333-344. Wiesbaden: VS Verlag.

Gräsel, C. (2010). Stichwort: Transfer und Transferforschung im Bildungsbereich. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 13, 7-20.

Hennemann, T., Casale, G., Leidig, T., Fleskes, T., Döpfner, M. & Hanisch, C. (2020). Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung (PEARL) – Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen. Zeitschrift für Heilpädagogik, 71, 44-57.

 

Laufzeit

10/2018 – 09/2022