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Schulische Einflüsse auf den Erwerb von Abschlüssen an der Hauptschule

Jugendliche mit maximal einem Hauptschulabschluss haben deutlich schlechtere Chancen in eine voll qualifizierende Berufsausbildung überzugehen und tragen ein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko. Die Möglichkeit, an der Hauptschule einen Realschulabschluss zu erwerben, wie es in einigen Bundesländern der Fall ist, wird somit umso bedeutsamer. Wie eine von der DFG finanzierte Studie am Lehrstuhl für Bildungsforschung unter 50 Hauptschulen in Niedersachsen gezeigt hat, variiert die Anzahl der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler, die ihren Realschulabschlusswunsch auch tatsächlich umsetzen konnten, deutlich von Hauptschule zu Hauptschule (Schuchart 2012). Es ist anzunehmen, dass innerhalb der Einzelschule Einflüsse vorliegen, die das Erreichen eines höheren Abschlusses in besonderem Maße begünstigen oder erschweren. Wie aus US-amerikanischen Untersuchungen bekannt ist, spielt das soziale Kapital innerhalb der Schule eine wichtige Rolle für das Erreichen von Abschlüssen. In dem Projekt wird daher der Frage nachgegangen, welche konkreten Ausprägungen sozialen Kapitals in der Schule sich als entscheidend für den Erwerb eines höheren Abschlusses identifizieren lassen. Mit 12 Schülerinnen und Schülern, die in der genannten Studie unterschiedlich erfolgreich bei der Umsetzung ihres Abschlusswunsches waren, werden qualitative Interviews durchgeführt. Die Stichprobe wurde so gewählt, dass die Situation in einzelnen Klassen und Schulen durch mehrere Schüler abgebildet werden kann. Den Fokus der Interviews bildet die Wahrnehmung und Nutzung des sozialen Kapitals an der Schule, wie es sich bspw. in der Beziehung zu Lehrkräften ausdrückt.

Projektleitung / Mitarbeiter: Claudia Schuchart / Bettina Scheidt