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Teachers Attitudes and Competences Regarding Inclusion – A Representative Cross-cultural Survey and Differential Analysis in North-Rhine Westphalia (Germany) and Massachusetts (USA)

Nicht erst seit Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2006 werden Möglichkeiten und Grenzen inklusiver Bildung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen in den Unterricht aller Schülerinnen und Schüler auf internationaler Ebene kontrovers diskutiert. In Deutschland ist es seit 2009 politisches Ziel, Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung in gemeinsamen Lerngruppen zu unterrichten. Einzelne Studien fokussieren die Effekte sowohl integrativer als auch inklusiver Beschulung auf die akademische und sozial-emotionale Entwicklung der betreffenden Schülerinnen und Schüler. Obwohl einzelne Studienergebnisse eine Überlegenheit inklusiver vs. segregierender Beschulung dokumentieren, ist die Forschungslage auf Grund der Komplexität des Forschungsfeldes sowie mangelnder begrifflicher Klarheit und angesichts der wachsenden Herausforderungen an die beteiligten Institutionen und Akteure unzureichend. Widersprüchliche Forschungsergebnisse verweisen auf den hohen Bedarf an systematischer empirischer Begleitung inklusiver Schulentwicklung. Abgesehen von strukturellen Merkmalen des Bildungssystems werden insbesondere personale Eigenschaften der Lehrpersonen als moderierende Variablen erfolgreicher Inklusion angenommen. Haltungen und Einstellungen von Lehrpersonen gegenüber der Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit (spezifischen) Behinderungen sowie die praktischen Kompetenzen der Lehrpersonen, den Bedarfen der betreffen-den Schülerinnen und Schülern mit Lern- und Verhaltensproblemen im Unterricht gerecht werden zu können, lassen sich als bedeutende Faktoren identifizieren.

Ein empirisches, kooperatives Forschungsprojekt mit der University of Massachusetts Amherst erfasst inklusionsbezogene Einstellungen und Kompetenzen von Lehrpersonen im internationalen Vergleich. Das Forschungsdesign ist als Querschnitterhebung zweier repräsentativer Stichproben in Nordrein-Westfalen und Massachusetts konzipiert und folgt einem multimethodologischen Ansatz: In einer international koordinierten Onlinebefragung mittels eines eigens konzipierten Erhebungsinstrumentes in deutscher und englischer Sprache werden Einstellungen, Haltungen und praktische Kompetenzen durch eine Kombination sowohl geschlossener als auch offener Fragestellungen und unter Vorgabe von Stimulus-Situationen erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse sind richtungsweisend im Hinblick auf die Professionalisierung der Lehrkräfte sowie in Bezug auf die Implementierung inklusiver Unterrichtskonzepte in beiden Bildungssystemen.

Leitung:                                           Prof. Dr. Friedrich Linderkamp

 

Mitarbeiter/-in:                               Bodo Przibilla

 

Kooperationspartner:                  Prof. Dr. Michael Krezmien

                                                          University of Massachusetts, Amherst

 

Laufzeit:                                          Januar 2012 bis Januar 2018

 

Drittmittelgeber:                           US Department of Education