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meRLe – „Förderung der Deutsch-Lesekompetenz durch mehrsprachigkeitssensibles Reziprokes Lehren im Grundschulunterricht“

Projektleitung:

Prof. Dr. Jasmin Decristan (Institut für Bildungsforschung in der School of Education, Bergische Universität Wuppertal)

Jun. Prof. Dr. Dominique Rauch (Bildungsqualität und Evaluation, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, DIPF)

 

Mitarbeiterinnen:

Elisa Waldhoff

Victoria Kramer

 

Projektbeschreibung:

Wussten Sie eigentlich, wie viele Sprachen die Kinder in der Klasse Ihres Kindes mitbringen? Mit unserem Projekt meRLe möchten wir diese Sprachenvielfalt aufgreifen und in unser Förderprogramm zu Lern- und Lesestrategien integrieren. Lesen stellt eine Schlüsselqualifikation für gelungene Bildungsprozesse dar. Die im Projekt vermittelten Lese- und Lernstrategien helfen Kindern auch nach dem Übergang in die weiterführende Schule dem Unterricht besser zu folgen. Eine wissenschaftlich bewährte Methode, um diese Strategien zu erwerben, stellt das sogenannte Reziproke Lehren dar. In Kleingruppen können Schülerinnen und Schüler die Strategien gemeinsam erlernen und weiter einüben. Das Besondere im Projekt meRLe ist nun, dass die Schülerinnen und Schüler alle Sprachen im Unterricht nutzen dürfen, die ihnen beim Erlernen und Anwenden dieser Strategien helfen. Somit wird eine kooperative Lernumgebung geschaffen, in der Deutsch und alle anderen Sprachen willkommen sind. 

Das Projekt meRLe richtet sich an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer erhalten eine kostenlose und wissenschaftlich fundierte Fortbildung zum Förderprogramm sowie begleitende Unterrichtsmaterialien. Den Lehrerinnen und Lehrern werden Anregungen geboten, wie sie Kinder, die mehrere Sprachen mitbringen, in ihrer Deutsch-Lesekompetenz weiter fördern können, ohne diese Sprachen selbst sprechen zu müssen. Der Einsatz der Methode im Unterricht wird von uns wissenschaftlich begleitet. So können wir mehr darüber erfahren, unter welchen Bedingungen die Methode besonders wirksam ist.

 

Laufzeit:        

10/2017 bis 09/2020

 

Finanzierung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung